Besucherguide
Prager Rathausuhr Besucherführer — alles, was Sie vor Ihrem Besuch wissen müssen
Die Prager Astronomische Uhr befindet sich an der Südwand des Altstädter Rathauses am Altstädter Ring, wo sie seit 1410 die Zeit misst. Der Uhrmacher Mikuláš von Kadaň und der Astronom Jan Šindel erbauten in jenem Jahr das mechanische Uhrwerk und das astronomische Zifferblatt und machten sie damit zur weltweit ältesten noch in Betrieb befindlichen astronomischen Uhr ihrer Art. Das Kalenderblatt kam um 1490 hinzu, die Holzstatuen 1629 und die Apostel nach Reparaturen in den Jahren 1787–1791. Ihr Ticket gewährt Ihnen Zutritt zum Turm und seiner Panoramagalerie, wo Sie auch das funktionierende Uhrwerk besichtigen; die historischen Innenräume des Altstädter Rathauses sind eine separate, vor Ort zu buchende Führung und nicht Teil dieses Tickets.
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Wie erreiche ich die Astronomische Uhr?
Die Prager Astronomische Uhr thront an der Südwand des Altstädter Rathauses am Altstädter Ring, Staroměstské náměstí, im mittelalterlichen Herzen der Stadt. Weil sie im historischen Kern steht, liegen die meisten zentralen Hotels innerhalb von fünfzehn Gehminuten, und der gesamte Zugang erfolgt zu Fuß durch autofreie Gassen. Die nächste Station ist Staroměstská an der Metrolinie A, vier Gehminuten nordwestlich des Rings; auch die Straßenbahnlinien 2, 17 und 18 halten dort, in derselben kurzen Entfernung. Vom Wenzelsplatz gehen Sie etwa zwölf Minuten nordwestwärts über Na Příkopě und die Celetná-Straße, und der Platz öffnet sich vor Ihnen. Von der Karlsbrücke ist es ein fünfminütiger Spaziergang nordostwärts die Karlova-Straße hinauf.
Das Zifferblatt blickt direkt auf den offenen Platz, sodass die astronomische Scheibe und der stündliche Apostelumzug kostenlos von unten zu sehen sind – Sie brauchen keinerlei Ticket, nur um die Figuren zu betrachten. Der Turmeingang befindet sich an der Südseite des Altstädter Rathauses, direkt neben der Uhr. Der Platz ist für den allgemeinen Verkehr gesperrt, eine Anreise mit dem Auto ist daher unpraktisch; nutzen Sie Metro oder Tram und legen Sie die letzte Strecke zu Fuß zurück. Taxis und Fahrdienste setzen Sie am Rand der Fußgängerzone in der Kaprova- oder Dlouhá-Straße ab, zwei Gehminuten vom Ring entfernt. Wahrzeichen machen die Orientierung einfach: Halten Sie auf die gotischen Doppeltürme der Teynkirche und den hohen Altstädter Rathausturm zu, die beide aus mehreren Straßen sichtbar sind. Einmal auf dem Platz, ist das blau-goldene Zifferblatt an der unteren Südfassade des Turms unverkennbar.
Zu welcher Tageszeit sollte ich den Besuch einplanen?
Der Apostelumzug findet zu jeder vollen Stunde statt, und die Menge versammelt sich etwa fünf Minuten vorher auf dem Altstädter Ring. Für das Schauspiel mit etwas Luft zum Atmen peilen Sie die ersten Vorführungen des Tages an, wenn die Tagesausflügler noch nicht eingetroffen sind und Sie nah am Turmsockel mit freier Sicht auf die beiden oberen Fenster stehen können. Der frühe Morgen erlaubt es Ihnen zudem, den Altstädter Rathausturm zu besteigen, bevor sich eine Schlange bildet, sodass Sie die Panoramagalerie mit Bewegungsfreiheit und in Ruhe zum Fotografieren erreichen. Das Mittagsschauspiel zieht die dichteste Menschenmenge des Tages an, oft viele Hundert Personen, und ein freier Blick auf die Figuren ist schwer zu ergattern; behandeln Sie es als die geschäftigste, nicht als die beste Stunde.
Der späte Nachmittag, etwa zwischen vier und sechs, bringt warmes, tiefstehendes Licht über den Platz und auf das blau-goldene Zifferblatt – das feinste Zeitfenster für Fotografien des Uhrgesichts und der umliegenden gotischen Fassaden. Nach Einbruch der Dunkelheit lichtet sich der Platz erheblich, und das beleuchtete Zifferblatt ergibt eine eindrucksvolle Nachtkomposition, mit der angestrahlten Teynkirche im Hintergrund. Wochentagvormittage sind durchweg ruhiger als Wochenendnachmittage, sodass ein Start an einem Dienstag oder Mittwoch Sie mit kürzeren Warteschlangen belohnt – sowohl ebenerdig als auch auf der Turmtreppe. Planen Sie Ihren Turmaufstieg mindestens eine Stunde vor Turmschließung, da der letzte Einlass kurz vor der Schließzeit endet. Wenn Sie sowohl das Schauspiel als auch die Aussicht möchten, kommen Sie rund zehn Minuten vor einer frühen vollen Stunde, verfolgen Sie die Apostel vom Platz aus und steigen Sie gleich danach hinauf, während sich die Menge unter Ihnen zerstreut.
Wie viel Zeit sollte ich einplanen?
Die meisten Besucher sind mit rund vierzig Minuten an der Prager Astronomischen Uhr gut bedient, auch wenn man leicht länger auf dem Platz verweilen kann. Planen Sie etwa zehn Minuten ebenerdig ein, um den Apostelumzug zu verfolgen, der selbst rund eine Minute dauert: Die beiden oberen Fenster öffnen sich, die zwölf Apostelfiguren ziehen in zwei Gruppen vorbei, das Skelett, das den Tod darstellt, schlägt die Glocke, und ein goldener Hahn kräht zum Abschluss des Schauspiels. Kommen Sie etwa zehn Minuten vor der vollen Stunde, um sich einen Platz in der ersten Reihe mit freier Sicht auf die Fenster zu sichern. Reservieren Sie weitere fünf Minuten, um die astronomische Scheibe aus der Nähe zu studieren und das mechanische Astrolabium, den Tierkreisring und die drei überlappenden Zeitskalen zu entschlüsseln, die sich das eine Zifferblatt teilen.
Der Altstädter Rathausturm nimmt die verbleibende Zeit ein: Veranschlagen Sie fünfundzwanzig bis dreißig Minuten für den Aufstieg und die Panoramagalerie, um die Dachaussichten über den Altstädter Ring und die rot gedeckten Dächer der Stadt in sich aufzunehmen, bevor Sie hinabsteigen. Der Turm wird über einen Treppenaufstieg erreicht, wobei vor Ort ein Aufzug für diejenigen verfügbar ist, die ihn bevorzugen. Fotografen, die die 360-Grad-Galerie ohne Eile bearbeiten möchten, sollten weitere fünfzehn bis zwanzig Minuten hinzufügen. Wenn Sie den Besuch mit der unteren Kalenderscheibe und ihren Monatsmedaillons oder mit einem gemächlichen Rundgang zu den anderen Monumenten des Platzes verbinden, läuft ein komfortabler Gesamtplan auf etwa eine Stunde hinaus. Familien und alle, die in entspanntem Tempo unterwegs sind, werden feststellen, dass eine Stunde jedem erlaubt, das Schauspiel zu sehen, den Turm zu besteigen und dennoch für Fotos innezuhalten, ohne sich an irgendeinem Punkt gehetzt zu fühlen.
Was sollte ich anziehen?
Die obere Galerie des Altstädter Rathausturms ist teilweise zum Himmel hin offen, sodass sie Wind und Wetter einfängt, selbst wenn sich der Platz darunter geschützt anfühlt. Bringen Sie eine Jacke oder eine zusätzliche Schicht mit, unabhängig von der Jahreszeit, denn die Temperatur auf Galeriehöhe ist spürbar kühler als auf Straßenniveau, und die Brise verstärkt den Effekt. Bequeme Wanderschuhe mit gutem Profil sind die wichtigste Wahl: Der Turm wird über einen steinernen Treppenaufstieg erreicht, und die Stufen können glatt und leicht rutschig sein, besonders nach Regen. Turnschuhe oder feste flache Schuhe dienen auf dem Wendelaufstieg weit besser als Schuhe mit glatter Sohle oder Absätzen.
Im Winter funktionieren mehrere dünnere Schichten besser als ein schwerer Mantel, da Ihnen beim Aufstieg schnell warm wird und Sie dann in der exponierten Galerie wieder auskühlen; Schichten erlauben es Ihnen, sich unterwegs anzupassen. Im Sommer ist leichte Kleidung für den Platz und das Schauspiel in Ordnung, aber halten Sie die Jacke für oben griffbereit. Es gibt keine Kleiderordnung, gewöhnliche legere Kleidung ist sowohl für den Platz als auch den Turm völlig angemessen. Wenn Sie vorhaben, dem Apostelumzug vom offenen Platz aus längere Zeit zuzuschauen, kleiden Sie sich für einen Aufenthalt im Freien, inklusive Sonnenschutz an hellen Tagen und etwas Wasserdichtem bei drohendem Regen, da das Schauspiel und das Zifferblatt unter freiem Himmel betrachtet werden. Wer den Aufzug statt der Treppe nutzt, tritt dennoch in dieselbe luftige Galerie hinaus, sodass der Schichten-Ratschlag unabhängig davon gilt, wie Sie hinaufgelangen. Vor allem: Geben Sie Schuhen den Vorrang, in denen Sie steinerne Stufen sicher hinauf- und hinabsteigen können.
Ist die Astronomische Uhr barrierefrei zugänglich?
Die Prager Astronomische Uhr selbst wird kostenlos vom Altstädter Ring aus betrachtet, und dieses Erlebnis ebenerdig ist vollständig barrierefrei: Der Apostelumzug spielt sich an der Südfassade des Turms ab und kann von jedem verfolgt werden, der auf dem offenen, ebenen Platz steht, ganz ohne Stufen. Das blau-goldene Zifferblatt und die untere Kalenderscheibe werden vom selben flachen Boden aus betrachtet, sodass Rollstuhlfahrer und Besucher mit eingeschränkter Mobilität das stündliche Schauspiel genießen und den Mechanismus ohne Schwierigkeiten studieren können. Für den Altstädter Rathausturm verfügt das Gebäude über einen barrierefreien Aufzug, der die Panoramagalerie erreicht, was den Blick über die Dächer stufenfrei statt als Treppenaufstieg ermöglicht; der Aufzug ist vor Ort verfügbar. Das Pflaster des Platzes ist generell glatt, wenngleich einige ältere Kopfsteinpflasterstellen nahe dem Turmsockel Vorsicht erfordern.
Besucher, die gehörlos oder schwerhörig sind, können den Apostelumzug in vollem Umfang verfolgen, da es sich um ein gänzlich visuelles Spektakel bewegter Figuren handelt und die Mechanik der astronomischen Scheibe keinerlei Audio benötigt, um gewürdigt zu werden. Assistenzhunde sind erlaubt. Barrierefreie Toiletten sind im Erdgeschoss des Gebäudes verfügbar, und es gibt weitere öffentliche Einrichtungen im unterirdischen Durchgang des Platzes in kurzer Entfernung. Die Galerie hat hüfthohe Barrieren entlang ihres Randes. Wer plant, den Aufzug anstelle der Treppe zu nutzen, sollte beachten, dass er Sie in dieselbe Freiluftgalerie bringt, sodass der Panoramablick vollständig erreichbar ist. Weil das Schauspiel und beide Zifferblätter vom offenen Platz aus erlebt werden, steht ein großer Teil dessen, was dieses Wahrzeichen berühmt macht, jedem Besucher offen – unabhängig von Mobilität, Hörvermögen oder der Entscheidung, den Turm zu besteigen.
Kann ich Kinder mitbringen?
Die Prager Astronomische Uhr ist ein lohnender Halt für Kinder, und ein Großteil davon kostet nichts. Der Apostelumzug wird kostenlos vom Altstädter Ring aus verfolgt, und jüngere Besucher sind für gewöhnlich gefesselt von den bewegten Figuren, dem Skelett, das zur vollen Stunde die Glocke schlägt, und dem goldenen Hahn, der zum Abschluss des Schauspiels kräht – all das entfaltet sich in weniger als einer Minute direkt über ihren Köpfen. Zeigen Sie auf Sonne und Mond auf der astronomischen Scheibe und die Monatsmedaillons auf der unteren Kalenderscheibe, um die Aufmerksamkeit von Kindern zu halten, die mechanische Dinge mögen. Der Altstädter Rathausturm kann mit Kindern bestiegen werden, und der barrierefreie Aufzug ist eine praktische Option für jüngere oder müde Beine, die den Treppenaufstieg vollständig umgeht; er ist vor Ort verfügbar.
Die Panoramagalerie hat hüfthohe Barrieren entlang ihres Randes, und beaufsichtigte Kinder haben Freude daran, die rot gedeckten Dächer, die Türme der Teynkirche und die verwinkelten Gassen darunter auszumachen. Behalten Sie Kinder auf den steinernen Treppen, die steil und rutschig sein können, stets im Griff. Kinderwagen bleiben am besten ebenerdig, da die Turmtreppen eng sind; eine Babytrage ist die einfachere Wahl für den Aufstieg, und der Aufzug hilft Familien mit einem Buggy, die Galerie zu erreichen. Zwischen den stündlichen Vorführungen gibt es auf dem Platz reichlich offenen Raum für unruhige Kinder, und die umliegenden Cafés bieten eine einfache Pausenmöglichkeit. Ältere Kinder, die Geschichte mögen, werden zu schätzen wissen, dass die Uhr seit 1410 läuft und damit die älteste noch funktionierende astronomische Uhr ist. Insgesamt passt die Mischung aus kostenlosem Spektakel und besteigbarem Turm hervorragend zu Familienbesuchen jeden Alters.
Was beinhaltet mein Ticket?
Ihr Ticket gewährt Ihnen Zutritt zum Altstädter Rathausturm und seiner Panoramagalerie, dem erhabenen Aussichtspunkt über dem Altstädter Ring und Prags rot gedeckten mittelalterlichen Dächern. Aus dem Inneren des Turms sehen Sie zudem den funktionierenden Mechanismus der sechshundert Jahre alten Astronomischen Uhr aus nächster Nähe. Das Ticket ist ein datenoffenes eTicket, gültig für einen einmaligen Besuch innerhalb von dreißig Tagen nach Kauf, sodass Sie nicht an ein festes Zeitfenster gebunden sind und an dem Tag kommen können, der Ihnen innerhalb der Turmöffnungszeiten passt. Der Zugang zur Galerie erfolgt über einen Treppenaufstieg, wobei vor Ort ein Aufzug für diejenigen verfügbar ist, die einen stufenfreien Aufstieg bevorzugen.
Wichtig: Die Astronomische Uhr wird kostenlos vom Platz aus betrachtet, Sie benötigen also überhaupt kein Ticket, um den Apostelumzug zu verfolgen, die astronomische Scheibe zu studieren oder die untere Kalenderscheibe mit ihren Monatsmedaillons zu bewundern; das Ticket gilt für den Turm und seinen Aussichtspunkt, nicht für das Schauspiel darunter. Die historischen Innenräume des Altstädter Rathauses, einschließlich der gotischen Kapelle, der repräsentativen Ratssäle und des romanisch-gotischen Untergeschosses, sind nicht Teil dieses Tickets. Diese Innenräume können nur im Rahmen einer separaten, am Veranstaltungsort am selben Tag arrangierten Führung besichtigt werden. Das Ticket beinhaltet keine geführte Kommentierung im Turm, sodass Sie die Galerie und den Mechanismus in Ihrem eigenen Tempo erkunden. Als Concierge-Service wird Ihnen vor Ihrem Besuch eine kurze Audiogeschichte der Uhr zugesandt, die fünf Minuten Kontext liefert und den Ausblick in eine Geschichte verwandelt. Alle Verkäufe sind endgültig, und eine Rückerstattung erfolgt nur, wenn der Betreiber Ihren Besuch absagt.
Wie lauten die Stornierungsbedingungen des Anbieters?
Alle Verkäufe sind endgültig. Sobald Ihr Ticket für den Altstädter Rathausturm ausgestellt ist, ist die Buchung verbindlich; eine Erstattung erfolgt nur dann, wenn der Betreiber die Veranstaltung absagt. Da das Ticket ohne festes Datum gilt und für einen einmaligen Besuch innerhalb von dreißig Tagen nach dem Kauf eingelöst werden kann, erfordern kleine Planänderungen in der Regel keinerlei Handeln Ihrerseits: Sollte der ursprünglich vorgesehene Tag nicht mehr passen, besuchen Sie den Turm einfach an einem anderen Tag innerhalb dieses dreißigtägigen Zeitfensters während der Öffnungszeiten. Diese eingebaute Flexibilität fängt die meisten Reiseplanänderungen auf, ohne dass Sie jemanden kontaktieren müssen. Falls Sie Ihren Besuch über die dreißigtägige Gültigkeit hinaus verschieben möchten, setzen Sie sich mit uns in Verbindung, und wir tauschen das Ticket um, wo immer der Kalender des Betreibers es zulässt; Anfragen mit angemessenem Vorlauf lassen sich am einfachsten berücksichtigen.
Der Betreiber kann den Turm bei Unwetter oder aufgrund technischer Wartungsarbeiten ohne Vorankündigung schließen. In diesen Fällen verlegt der Betreiber Ihren Besuch auf einen anderen Termin oder erstattet den Betrag direkt, da die Schließung vom Betreiber ausgeht. Bitte beachten Sie, dass der Apostelumgang und beide Zifferblätter kostenlos vom offenen Platz aus zu sehen sind und kein Ticket erfordern; eine Turmschließung hindert Sie also nicht daran, die Uhr selbst vom Boden aus zu genießen. Halten Sie Ihre Bestätigungs-E-Mail griffbereit, denn sie enthält Ihre Buchungsreferenz und etwaige betreiberspezifische Hinweise. Um die Position klar zusammenzufassen: Die Datumsflexibilität innerhalb von dreißig Tagen ist großzügig und kann von Ihnen selbst kostenlos genutzt werden; Umtausch über dieses Zeitfenster hinaus wird dort ermöglicht, wo der Betreiber es gestattet; Stornierungen mit Erstattung werden von unserer Seite nicht angeboten, und der einzige Weg zu einer Rückerstattung ist eine Absage des Besuchs durch den Betreiber selbst.
Darf ich fotografieren?
Fotografieren ist ausdrücklich erwünscht, und das meistfotografierte Motiv kostet nichts: Die astronomische Uhr und der Apostelumgang befinden sich an der südlichen Außenwand des Altstädter Rathauses und lassen sich von jedem Punkt des Altstädter Rings frei aufnehmen. Das blau-goldene Zifferblatt belohnt eine Nahaufnahme, die den Tierkreisring, das goldene Sonnensymbol auf dem Zeiger und die beweglichen Figuren in den oberen Fenstern einfängt. Der Umzug schreitet zügig voran, daher hält eine kurze Verschlusszeit oder der Serienbildmodus die Apostel besser fest als eine einzelne langsame Aufnahme. Ein Standort innerhalb von etwa zehn Metern zum Turmsockel bietet die klarste Sichtachse zu den Fenstern, während eine Position dreißig Meter zurück die Uhr zusammen mit den Turmspitzen in einem Bild komponiert.
Im Inneren des Altstädter Rathausturms ist das Fotografieren auf dem gesamten Aufstieg und in der Panoramagalerie für den privaten Gebrauch gestattet. Der unverstellte 360-Grad-Rundblick der Galerie ist ideal für Weitwinkelaufnahmen der rot gedeckten Dächer, der Týn-Türme und der Weite der Altstadt. Stative und Einbeinstative bleiben für den Turm besser im Gepäck, da die engen Steintreppen und der stetige Besucherstrom kaum Platz zum Aufbauen lassen und entsprechendes Zubehör auf dem dicht belebten Platz zu Stoßzeiten Aufmerksamkeit erregt. Freihändiges Fotografieren funktioniert überall. Goldenes Licht am späten Nachmittag schmeichelt dem Zifferblatt und den umliegenden Fassaden, während das illuminierte Uhrwerk nach Einbruch der Dunkelheit eine einprägsame Nachtkomposition ergibt. Für eine unverkennbare Prager Bildgestaltung empfiehlt sich die kleine Gasse nördlich der Týn-Kirche, wo die Uhr im Vordergrund und die Türme der Kathedrale dahinter liegen. Kommerzielle Aufnahmen erfordern eine vorherige Genehmigung des Veranstaltungsortes.
Was sollte ich in der Nähe noch besichtigen?
Die Prager Astronomische Uhr thront im Zentrum des Altstädter Rings, sodass sich das schönste Ensemble der Wahrzeichen der Stadt innerhalb weniger Gehminuten entfaltet. Direkt gegenüber erheben sich die gotischen Zwillingstürme der Teynkirche, rund hundertzwanzig Meter nordöstlich – ihre dunklen Türme zählen zu den unverwechselbarsten Silhouetten Prags. Die barocke St.-Nikolaus-Kirche steht etwa achtzig Meter westlich, und das Jan-Hus-Denkmal beherrscht die Mitte des Platzes. Hinter der Teynkirche verbirgt sich der Týnský dvůr, ein restauriertes mittelalterliches Kaufmannsviertel, das einen stillen Umweg lohnt. Die Karlsbrücke beginnt rund dreihundertfünfzig Meter südlich, ein fünfminütiger Spaziergang die Karlova hinab zu ihrem von Statuen gesäumten Bogen über die Moldau. Das Clementinum, ein weitläufiges barockes Bibliotheksensemble, liegt auf dem Weg dorthin.
Nördlich des Rings, etwa vierhundert Meter entfernt, befindet sich das jüdische Viertel mit der Altneu-Synagoge und dem Alten Jüdischen Friedhof. Im Osten ragt der gotische Pulverturm am Rand der Altstadt auf, rund fünfhundert Meter die Celetná entlang, und markiert ein historisches Stadttor neben dem Gemeindehaus. Der Wenzelsplatz, der breite Boulevard im Herzen der Neustadt, liegt etwa sechshundertfünfzig Meter südöstlich, rund zehn Gehminuten entfernt. Da sich das astronomische Zifferblatt und der Apostelumgang kostenlos vom Platz aus bestaunen lassen und der Altstädter Rathausturm den Blick aus der Vogelperspektive schenkt, laden die umliegenden Gassen dazu ein, einen ganzen Tag zu Fuß zu gestalten: Erklimmen Sie den Turm zur ersten Orientierung, und lassen Sie sich dann von den Dächern, die Sie von der Galerie aus erspäht haben, durch das Gewirr der mittelalterlichen Gassen leiten.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Prager Astronomische Uhr?
Die Prager Astronomische Uhr, vor Ort als Orloj bekannt, ist eine mittelalterliche astronomische Uhr an der Südwand des Altstädter Rathauses am Altstädter Ring, dem historischen Herzstück Prags in der Tschechischen Republik. Erstmals 1410 vom Uhrmacher Mikuláš von Kadaň und dem Astronomen Jan Šindel installiert, ist sie die älteste noch in Betrieb befindliche astronomische Uhr der Welt. Ihr blau-goldenes astronomisches Zifferblatt funktioniert als mechanisches Astrolabium und verfolgt den Stand von Sonne und Mond, den Tierkreis und die alttschechische Zeit vor dem Abbild des mittelalterlichen Kosmos. Zu jeder vollen Stunde schickt der berühmte Apostelumzug die zwölf Apostelfiguren an den beiden oberen Fenstern vorbei, während ein Skelett, das den Tod darstellt, die Glocke schlägt. Darunter befindet sich ein unteres Kalenderzifferblatt mit Monatsmedaillons. Darüber erhebt sich der Turm des Altstädter Rathauses, dessen Panoramagalerie den Blick über den Platz und die Dächer der Stadt freigibt.
Wie komme ich zur Prager Astronomischen Uhr?
Die Prager Astronomische Uhr befindet sich an der Südwand des Altstädter Rathauses am Altstädter Ring, dem Staroměstské náměstí im mittelalterlichen Herzen Prags. Dank dieser Lage im historischen Zentrum erreichen Sie die meisten zentralen Hotels innerhalb eines fünfzehnminütigen Spaziergangs durch die Fußgängerzonen. Die nächste Station ist Staroměstská an der Metrolinie A, nur vier Gehminuten nordwestlich des Platzes; auch die Straßenbahnlinien 2, 17 und 18 halten dort. Vom Wenzelsplatz aus schlendern Sie etwa zwölf Minuten nordwestwärts über die Na Příkopě und die Celetná-Straße; von der Karlsbrücke aus ist es ein fünfminütiger Bummel die Karlova-Straße hinauf. Das Zifferblatt blickt direkt auf den Platz, und der stündliche Apostelumgang kann kostenlos von unten verfolgt werden – für die Figuren allein benötigen Sie also kein Ticket. Für den Aufstieg auf den angrenzenden Turm des Altstädter Rathauses zur Panoramagalerie ist eine separate Eintrittskarte erforderlich.
Was gibt es an der Prager Astronomischen Uhr zu sehen?
Die Prager Astronomische Uhr bietet drei Hauptattraktionen, die alle kostenlos vom Altstädter Ring aus zu bewundern sind. Das astronomische Zifferblatt aus dem Jahr 1410 funktioniert als mechanisches Astrolabium und zeigt den Stand von Sonne und Mond, den Tierkreisring sowie die alttschechische Zeit, gerechnet ab Sonnenuntergang, auf drei sich überlagernden Skalen. Zu jeder vollen Stunde erklingt der Apostelumzug: Zwei obere Fenster öffnen sich, und die zwölf Apostelfiguren ziehen vorbei, während ein Skelett als Tod die Glocke läutet und ein goldener Hahn kräht, um das Schauspiel zu beschließen. Unter dem Zifferblatt befindet sich der untere Kalenderring, umgeben von Medaillons, die die zwölf Monate darstellen. Über allem erhebt sich der Turm des Altstädter Rathauses, dessen Panoramagalerie – erreichbar über einen Treppenaufstieg oder einen Aufzug – weite Blicke über den Platz und die rot gedeckten Dächer Prags bietet; von innen sehen Sie zudem das sechshundert Jahre alte Uhrwerk in Aktion.
Lohnt sich ein Besuch der Prager Astronomischen Uhr?
Die Prager Astronomische Uhr ist eine der unverzichtbaren Sehenswürdigkeiten der Stadt, und ja, sie ist unbedingt einen Besuch wert. 1410 installiert, ist sie die älteste noch in Betrieb befindliche astronomische Uhr, und ihr blau-goldenes Zifferblatt ist ein echtes mechanisches Astrolabium und nicht bloße Dekoration – es verfolgt den Lauf von Sonne, Mond und Tierkreis in einem mittelalterlichen Modell des Kosmos. Der stündliche Apostelumzug, bei dem die zwölf Apostelfiguren an zwei Fenstern vorbeiziehen, während ein Skelett die Glocke läutet, ist ein Spektakel, das man kostenlos vom Altstädter Ring aus verfolgt und das alle begeistert, von Kindern bis zu Historikern. Der untere Kalenderring mit seinen Monatsmedaillons lädt zum genaueren Studium ein. Der Aufstieg auf den angrenzenden Turm des Altstädter Rathauses belohnt Sie mit Panoramablicken über den Platz und die Dächer der Stadt. Im Herzen des schönsten Platzes Prags gelegen, vereint sie Geschichte, Mechanik und eine unvergessliche Aussicht.
Wie viel Zeit benötigt man für die Prager Astronomische Uhr?
Die meisten Besucher finden, dass rund vierzig Minuten für die Prager Astronomische Uhr gut bemessen sind, auch wenn der Platz zum längeren Verweilen einlädt. Planen Sie etwa zehn Minuten ebenerdig ein, um den Apostelumzug zu sehen, der selbst rund eine Minute dauert, während die zwölf Apostelfiguren an den oberen Fenstern vorbeiziehen und das Skelett die Glocke läutet; kommen Sie zehn Minuten vor der vollen Stunde, um einen freien Blick zu sichern. Nehmen Sie sich fünf Minuten, um das astronomische Zifferblatt und den unteren Kalenderring aus der Nähe zu betrachten. Für den Turm des Altstädter Rathauses rechnen Sie weitere fünfundzwanzig bis dreißig Minuten für den Treppenaufstieg oder den Aufzug und die Zeit in der Panoramagalerie, um die Aussicht über die Dächer aufzunehmen. Ambitionierte Fotografen sollten fünfzehn bis zwanzig Minuten extra einplanen, um die 360-Grad-Galerie in Ruhe zu nutzen. Zusammen mit einem gemächlichen Rundgang über den umliegenden Platz ergibt sich eine entspannte, ungehetzte Stunde, die Familien wie Alleinreisenden gleichermaßen entgegenkommt.
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch der Prager Astronomischen Uhr?
Die beste Zeit für einen Besuch der Prager Astronomischen Uhr hängt davon ab, was Sie suchen. Um den stündlichen Apostelumzug mit genügend Raum zu erleben, peilen Sie die ersten Vorführungen am Morgen an, wenn der Platz am ruhigsten ist und Sie nah am Turm mit freiem Blick auf die oberen Fenster stehen können; frühes Erscheinen bedeutet zudem einen kürzeren Anstieg auf den Turm des Altstädter Rathauses. Meiden Sie die Mittagsvorstellung, wenn Sie Menschenmengen nicht mögen, da sie die dichteste Ansammlung des Tages anzieht. Der späte Nachmittag bringt warmes, tiefstehendes Licht über das blau-goldene Zifferblatt und die gotischen Fassaden – das beste Zeitfenster für Fotografien –, während nach Einbruch der Dunkelheit das beleuchtete Zifferblatt und eine geringere Besucherdichte eine eindrucksvolle nächtliche Szenerie schaffen. Wochentagvormittage sind durchweg ruhiger als Wochenendnachmittage. Planen Sie jeden Turmaufstieg mindestens eine Stunde vor Schließung, da der letzte Einlass kurz vor der Schließung des Turms endet.
Wo kann ich in der Nähe der Astronomischen Uhr Gepäck aufbewahren?
Gepäckschließfächer gibt es am Hauptbahnhof (Praha hlavní nádraží) 1,2 Kilometer östlich, fünfzehn Gehminuten oder eine Metrostation mit der Linie C bis Muzeum, dann Umstieg in die Linie A bis Staroměstská. Private Gepäckaufbewahrungen befinden sich in der Kaprova 250 Meter nördlich des Platzes und in der Celetná 150 Meter östlich. Hotels in der Altstadt übernehmen nach dem Auschecken oft die Aufbewahrung der Koffer für ihre Gäste. Das Altstädter Rathaus bietet keine Gepäckaufbewahrung oder Garderobe an. Rucksäcke und große Taschen sind im Turm erlaubt, erschweren aber das Begehen der engen Treppen. Die meisten Besucher verstauen ihr Gepäck vor dem Besuch.
Gibt es Toiletten im Altstädter Rathaus?
Öffentliche Toiletten befinden sich im Erdgeschoss des Altstädter Rathauses, ebenerdig (ohne Ticket zugänglich). Die Anlagen umfassen barrierefreie Kabinen. Weitere öffentliche Toiletten befinden sich in der unterirdischen Passage am Altstädter Ring an der nordöstlichen Platzecke, 80 Meter von der Uhr entfernt; hier ist eine kleine Münzgebühr zu entrichten. Cafés und Restaurants rund um den Platz halten die Toiletten ihren Gästen vor. Die nächsten kostenfreien öffentlichen Toiletten finden Sie im Einkaufszentrum Palladium 600 Meter nordöstlich am Platz der Republik. Die Aussichtsplattform des Turms und die unterirdischen Gewölbe verfügen über keine Toiletten; nutzen Sie die Einrichtungen im Erdgeschoss vor dem Auf- oder Abstieg.
Gibt es im Turm Mobilfunkempfang?
Der Mobilfunkempfang reicht auf der Aussichtsplattform des Turms bei allen großen tschechischen Netzen ohne Unterbrechung. In den steinernen Innenbereichen kann die Signalstärke nachlassen, mit einzelnen Funklöchern in den tiefsten Kammern. WLAN wird im Komplex des Altstädter Rathauses nicht bereitgestellt. Der Aufzugsschacht hält das Signal während der 40-sekündigen Fahrt. Wenn Sie auf zuverlässige Konnektivität für Navigation oder Kommunikation angewiesen sind, erledigen Sie diese Aufgaben vorab. Der Platz selbst bietet vollständige Netzabdeckung. Die meisten Besucher empfinden das Signal während des gesamten Besuchs als ausreichend für Nachrichten und leichtes Surfen, wobei Videostreaming im steinernen Turm stocken kann.
Kann ich im Altstädter Rathaus etwas essen oder trinken?
Im gesamten Altstädter Rathaus gibt es kein Café, kein Restaurant und keine Getränkeautomaten. Für Speisen und Getränke müssen Sie den Komplex verlassen und auf den Platz gehen. Wasserbrunnen sind nicht vorhanden. Rund um den Altstädter Ring reihen sich Dutzende Cafés und Restaurants mit Terrassen mit Blick auf die Uhr. Der nächste Lebensmittelladen ist ein Tesco Express, 400 Meter östlich in der Celetná-Straße. Essen und Trinken sind im Turm untersagt. Sie dürfen eine Wasserflasche in Ihrer Tasche mitführen, jedoch während des Aufenthalts im Inneren nicht daraus trinken. Planen Sie Ihre Mahlzeit vor oder nach dem Besuch ein. Die Aussichtsplattform des Turms bietet weder Sitzgelegenheiten noch Erfrischungen.
Wer hat die Astronomische Uhr wann erbaut?
Der Uhrmacher Mikuláš von Kadaň und der Professor der Karlsuniversität Jan Šindel schufen das mechanische Uhrwerk und das astronomische Zifferblatt im Jahr 1410; die erste urkundliche Erwähnung datiert auf den 9. Oktober 1410. Das Kalendarium wurde um 1490 hinzugefügt, und die Fassade der Uhr erhielt zu jener Zeit gotische Skulpturen. Die Holzstatuen kamen 1629 oder 1659 hinzu. Die Apostelfiguren wurden nach umfassenden Reparaturen in den Jahren 1787–1791 installiert. Uhrmachermeister Jan Táborský reparierte das Uhrwerk 1552. Eine Legende schrieb die Uhr fälschlicherweise Jan Růže (Hanuš) im Jahr 1490 zu und behauptete, er sei geblendet worden, um eine Nachahmung seines Werks zu verhindern; der Historiker Zdeněk Horský korrigierte diesen Irrtum und bestätigte den Ursprung im Jahr 1410.
Welche Schäden erlitt die Uhr im Zweiten Weltkrieg?
Am 7. und 8. Mai 1945, während des Prager Aufstands, beschossen nationalsozialistische Truppen das Altstädter Rathaus von gepanzerten Fahrzeugen aus, um ein Zentrum des Aufstands zu zerstören. Das Rathaus und die umliegenden Gebäude brannten. Die hölzernen Apostelskulpturen und das von Josef Mánes bemalte Kalendarium wurden zerstört. Das Uhrwerk erlitt schwere Schäden. Nach erheblichem Restaurierungsaufwand wurde die Mechanik instand gesetzt, und der Bildhauer Vojtěch Sucharda restaurierte die hölzernen Apostel. Die Uhr nahm 1948 ihren Betrieb wieder auf. Der neugotische Ostflügel des Rathauses, der bei demselben Angriff zerstört wurde, wurde nie wieder aufgebaut. Die Glocke von 1313 und der Altar der Marienkapelle erlitten ebenfalls schwere Schäden.
Wie funktioniert das astronomische Zifferblatt?
Das astronomische Zifferblatt funktioniert als mechanisches Astrolabium und zeigt die Position der Erde relativ zu Sonne, Mond und Tierkreis. Der blaue Mittelpunkt stellt die Erde dar, wobei das obere Blau den Himmel über dem Horizont und Rot und Schwarz den Himmel darunter zeigen. Das Sonnensymbol bewegt sich entlang des Tierkreises und zeigt seine Position auf der Ekliptik an. Geschwungene goldene Linien unterteilen das blaue Zifferblatt in 12 ungleiche Stunden, definiert als ein Zwölftel der Zeit zwischen Sonnenauf- und -untergang. Goldene römische Ziffern am äußeren Rand zeigen die 24-Stunden-Zeit der Prager Ortszeit. Der mit Tierkreiszeichen in entgegengesetzter Reihenfolge markierte Tierkreisring sitzt auf einem 365-Zahn-Rad, das über ein 24-Zahn-Rad mit den Sonnen- und Mondrädern verbunden ist.
Was ist die Alttschechische Zeit auf dem äußeren Ring?
Der äußere Ring zeigt die Alttschechische Zeit, auch Italienische Stunden genannt, mit goldenen Schwabacher Ziffern auf schwarzem Grund. Die Ziffer 24 markiert den Zeitpunkt des Sonnenuntergangs, der von 16:00 Uhr im Winter bis 20:16 Uhr im Sommer variiert. Dieser Ring bewegt sich im Laufe des Jahres, um mit der sich ändernden Sonnenuntergangszeit übereinzustimmen. Die Alttschechische Zeit zählte die Stunden ab Sonnenuntergang und nicht ab Mitternacht oder Mittag, ein im mittelalterlichen Mitteleuropa übliches System. Der äußerste Durchmesser des Rings beträgt etwa 300 Zentimeter. Diese Methode der Zeitmessung geriet vor Jahrhunderten außer Gebrauch, doch die Uhr bewahrt sie als historisches Artefakt. Moderne Besucher lesen die Standardzeit von den inneren römischen Ziffern ab.
Was geschah während der Rekonstruktion 2018?
Von Januar bis September 2018 wurde die Uhr nach der Restaurierung des Altstädter Turms einer Rekonstruktion unterzogen. Ein temporärer LED-Bildschirm ersetzte die Uhr während der Arbeiten. Die Restaurierung ersetzte einen 1948 eingebauten elektrischen Uhrenmechanismus durch ein Originalwerk aus den 1860er Jahren und führte die Uhr so zu einem historisch authentischeren Betrieb zurück. Die restaurierte Uhr nahm ihren Betrieb am 28. September 2018 um 18:00 Uhr Ortszeit wieder auf, rechtzeitig zum Gedenken an den 100. Jahrestag der Tschechoslowakei im Oktober. Die Rekonstruktion nahm die gesamte Sommertourismussaison in Anspruch. Ziel der Arbeiten war es, die mechanische Authentizität der Uhr zu bewahren und gleichzeitig einen zuverlässigen Betrieb für die kommenden Jahrzehnte zu gewährleisten. Das Uhrwerk aus den 1860er Jahren treibt nun das astronomische Zifferblatt und den Apostelumlauf an.
Worum ging es bei der Restaurierungskontroverse im Jahr 2022?
Im Jahr 2022 stellte der Klub für Alt-Prag fest, dass die nachgefertigte Kunst des Kalenderzifferblatts das Aussehen, die Altersangaben, den Hautton, die Kleidung und die Geschlechter der ursprünglich von Josef Mánes im Jahr 1866 dargestellten Figuren radikal verändert hatte. Das Mitglied Milan Patka reichte beim Kulturministerium Beschwerde ein und warf dem Maler Stanislav Jirčík vor, vom Geist und den Details des Originals abgewichen zu sein. Die staatliche Denkmalpflege leitete eine Untersuchung ein. Berichten zufolge könnte der Künstler Ähnlichkeiten mit Freunden und Bekannten eingefügt haben, möglicherweise als Scherz. Der stellvertretende Bürgermeister Prags für Verkehr und Denkmalschutz kritisierte die Restaurierung als banal und von einem Laien durchgeführt und deutete an, dass die Stadt einen Ersatz in Auftrag geben könnte. Es bleibt unklar, wie die Abweichung unbemerkt blieb, als das Werk 2018 installiert wurde.
Welche Legende rankt sich um den Geist der Uhr?
Eine lokale Legende warnt davor, dass Prag Unglück erleiden wird, wenn die Uhr vernachlässigt oder ihr Betrieb gefährdet wird. Ein Geist, der auf der Uhr thront, soll zur Bestätigung dieser Prophezeiung nicken. Der Legende nach liegt die einzige Hoffnung der Stadt in einem Jungen, der in der Neujahrsnacht geboren wird. Eine weitere Legende, die der Schriftsteller Alois Jirásek erzählt, behauptet, der Uhrmacher Hanuš sei von den Prager Stadträten geblendet worden, um ihn an einer Nachbildung seines Werks zu hindern, und er habe aus Rache die Uhr so manipuliert, dass sie hundert Jahre lang niemand reparieren konnte. Diese Legende bildete die Handlung des Animationsfilms „Goat Story – Die alten Prager Legenden“ aus dem Jahr 2008. Beide Legenden sind historisch ungenau, bleiben aber Teil der Prager Folklore.
Wie wurde der 600. Jahrestag im Jahr 2010 gefeiert?
Am 9. Oktober 2010 wurde der 600. Jahrestag der Uhr mit einer Lichtshow auf dem Zifferblatt des Uhrturms begangen. Zwei Projektoren zeigten animierte Videos, die den Bau, den Abriss, den Wiederaufbau und das Freilegen der Uhr, um innere Mechanismen und animierte Figuren zu enthüllen, darstellten. Die Videos zeigten Ereignisse aus der Geschichte der Uhr und interagierten mit der Architektur des Turms, etwa Regen, der vom Bogen abrollte, und Schatten, die den Lauf der Zeit zeigten. Die Show verband historische Erzählung mit technischem Spektakel. Fünf Jahre später, am 9. Oktober 2015, wurde der 605. Jahrestag der Uhr mit einem Google Doodle auf der Startseite der Suchmaschine gewürdigt, was dem Denkmal weltweite Aufmerksamkeit verschaffte.
Was bedeuten die geschwungenen goldenen Linien auf dem Zifferblatt?
Die geschwungenen goldenen Linien, die den blauen Teil des Zifferblatts in 12 Abschnitte unterteilen, markieren die ungleichen Stunden – ein Zeitmesssystem, das verwendet wurde, bevor mechanische Uhren die Stundenlänge standardisierten. Jede ungleiche Stunde entspricht einem Zwölftel der Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Da die Tageslichtdauer mit den Jahreszeiten variiert, werden diese Stunden im Sommer länger und im Winter kürzer. Im Juni kann eine Tageslichtstunde 75 Minuten dauern, im Dezember nur 45 Minuten. Dieses im mittelalterlichen Europa übliche System richtete die täglichen Aktivitäten nach dem natürlichen Licht aus. Das astronomische Zifferblatt bewahrt diese alte Methode neben der modernen 24-Stunden-Zeit, die durch die römischen Ziffern angezeigt wird, und ermöglicht es Besuchern, mittelalterliche und zeitgenössische Zeitmessung zu vergleichen.
Was bedeuten die lateinischen Wörter am Horizont?
Vier lateinische Wörter markieren die Horizontlinie auf dem astronomischen Zifferblatt. Auf der östlichen (linken) Seite bedeutet „aurora“ Morgendämmerung und „ortus“ Aufgang, was anzeigt, wo die Sonne bei Tagesanbruch erscheint. Auf der westlichen (rechten) Seite bedeutet „occasus“ Sonnenuntergang und „crepusculum“ Dämmerung, was den Punkt markiert, an dem die Sonne am Tagesende untergeht. Diese Begriffe orientierten die mittelalterlichen Betrachter am täglichen Sonnenzyklus. Der rote Hintergrundbereich zwischen dem blauen Himmel und der schwarzen Nacht stellt die Morgen- und Abenddämmerung dar, wenn das mechanische Sonnensymbol darüber hinwegzieht. Diese Farbcodierung ermöglichte es jedem, selbst denen, die kein Latein lesen konnten, die Tageszeit auf einen Blick zu erkennen, indem er die Position des Sonnensymbols relativ zu den farbigen Zonen beobachtete.
Was ist der kleine goldene Stern auf dem Tierkreisring?
Der kleine goldene Stern auf dem Tierkreisring markiert die Position der Frühlings-Tagundnachtgleiche, den Punkt, an dem die Sonne die Himmelsäquatorebene nach Norden überquert, was um den 20. März jedes Jahres geschieht. Dieser Punkt dient als Nullreferenz für die Messung von Himmelskoordinaten. Die Sternzeit, die die Erdrotation relativ zu fernen Sternen und nicht zur Sonne verfolgt, kann auf der Skala mit goldenen römischen Ziffern abgelesen werden, wobei der Stern als Referenz dient. Die Position der Frühlings-Tagundnachtgleiche verschiebt sich im Laufe der Jahrhunderte aufgrund der Präzession der Erdachse langsam, aber der Stern der Uhr bleibt auf seiner mittelalterlichen Position fixiert. Astronomen und Astrologen nutzten diesen Referenzpunkt für Berechnungen und Vorhersagen.
Warum erscheint der Tierkreis versetzt?
Die scheinbare Verschiebung des Tierkreises beruht auf der stereografischen Projektion der Ekliptikebene, wobei der Nordpol als Projektionsbasis dient. Dieses mathematische Verfahren war bei astronomischen Uhren des Mittelalters Standard. Die stereografische Projektion bildet eine Kugel winkeltreu auf eine ebene Fläche ab und eignet sich daher hervorragend, um die Himmelsmechanik auf einem zweidimensionalen Zifferblatt darzustellen. Durch diese Projektion erscheinen die Tierkreiszeichen in unterschiedlichem Abstand zum Mittelpunkt – ein Abbild ihrer tatsächlichen Position relativ zum Himmelspol. Dieser raffinierte mathematische Ansatz zeugt vom hochentwickelten astronomischen Wissen der Uhrmacher des 15. Jahrhunderts. Ähnliche Projektionsmethoden finden sich auch bei anderen mittelalterlichen Astrolabien und astronomischen Instrumenten.
Was hat es mit der goldenen Hand auf sich, die am Sonnensymbol befestigt ist?
Das goldene Sonnensymbol ist mit einem Arm verbunden, der in eine goldene Hand mündet und die Zeit auf drei verschiedene Arten gleichzeitig anzeigt. Die Stellung der Hand über den römischen Ziffern gibt die übliche 24-Stunden-Prager Zeit an. Ihre Position über den geschwungenen goldenen Linien zeigt die ungleiche Stunde des Tages an. Und ihre Stellung über dem schwarzen Außenring zeigt die Alte Böhmische Zeit, die die Stunden ab Sonnenuntergang zählt. Diese dreifache Zeitanzeige erlaubte es den Menschen im Mittelalter, ihre Tätigkeiten nach dem jeweils bevorzugten Zeitsystem zu koordinieren. Das Sonnensymbol selbst wandert über den Tierkreis und zeigt so den Stand der Sonne auf der Ekliptik und damit die Jahreszeit an. Der kombinierte Mechanismus verdeutlicht die Doppelfunktion der Uhr als Zeitmesser und astronomisches Recheninstrument.
Welche Renovierungen hat die Uhr seit 1552 erfahren?
Nach der Reparatur durch Jan Táborský im Jahr 1552 blieb die Uhr immer wieder stehen und wurde in den folgenden Jahrhunderten vielfach instand gesetzt. 1629 oder 1659 kamen Holzstatuen hinzu. Bei umfassenden Reparaturen in den Jahren 1787–1791 wurden die Apostelfiguren ergänzt. Während der Instandsetzung 1865–1866 wurde der goldene Krähhahn installiert. Bildhauer Vojtěch Sucharda restaurierte die hölzernen Apostel nach den Schäden des Zweiten Weltkriegs, und 1948 wurde die Uhr mit einem elektrischen Mechanismus wieder in Betrieb genommen. Im Herbst 2005 wurden die Statuen und der untere Kalenderring renoviert, zudem wurden Netze zur Taubenabwehr angebracht. Die Rekonstruktion von 2018 ersetzte den elektrischen Mechanismus von 1948 durch ein Originalwerk aus den 1860er-Jahren. Jeder Eingriff zielte darauf ab, die historische Authentizität zu bewahren und gleichzeitig den weiteren Betrieb zu sichern.
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